Außenknöchelfrakturen: Weber-Klassifikation 🦴

Sprunggeleksfrakturen

Einer der häufigsten Selbstvorstellungsgründe in der Notaufnahme sind Schmerzen nach Umknicktrauma im oberen Sprunggelenk (OSG).

Welcher Faktor korreliert am stärksten mit der Inzidenz für Sprunggeleksfrakturen?

A: BMI
B: Körpergröße
C: Osteoporose
D: Knochendichte

Antwort:
A: Sprunggelenksfrakturen sind keine gängigen Osteoporosefrakturen, die Inzidenz korreliert hingegen mit dem BMI, weshalb Übergewicht einen Risikofaktor darstellt.

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Ursache von Innen- und Außenknöchelfrakturen sind fast immer Umknicktraumata (Supination oder Pronation), seltener ein Sprung oder Sturz aus niedriger oder hoher Höhe (z.B. Sprung von der letzten Treppenstufe) und ganz selten ein direktes Anpralltrauma.

Dabei führt ein Supinationstrauma am ehesten zu einer Innenknöchelfraktur (Talus-Schub gegen Innenknöchel) oder einer Außenknöchelfraktur unterhalb der Syndesmose (Weber A, Zug des Außenbands), ein Pronationstrauma hingegen eher zu Frakturen des Außenknöchels im Bereich oder oberhalb der Syndesmose (Weber B / C, Talus-Schub gegen den Außenknöchel). Sind beide Malleolen betroffen, spricht man von einer bimalleolären, ist zusätzlich noch das Volkmann-Dreieck (distale Tibiahinterkante) betroffen, von einer trimalleolären Fraktur.

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Unterscheidung der Knöchelfrakturen und Weber-Klassifikation

Während man Innen- und Außenknöchelfrakturen, sowie bimalleoläre und trimalleoläre Frakturen unterscheidet, werden die häufigen Außenknöchelfrakturen nach Weber klassifiziert. Nach der Weber-Klassifikation richtet sich ebenfalls die Art der Frakturversorgung.

Weber-A-Fraktur: Die Fraktur befindet sich distal der Syndesmose. Das obere Sprunggelenk ist bei intakter Syndesmose meist stabil.
Weber-B-Fraktur: Der Frakturverlauf befindet sich auf Höhe der Syndesmose. Das obere Sprunggelenk ist durch die verletzte Syndesmose instabil. Die Membrana interossea zwischen Tibia und Fibula ist meist noch intakt.
• Weber-C-Fraktur: Frakturverlauf oberhalb der verletzten Syndesmose, meist mit ebenfalls verletzter Membrana interossea und dadurch deutlicher Instabilität des oberen Sprunggelenks. Eine Sonderform stellt die Maisonneuve-Fraktur dar, bei der es zu einer proximalen Fibulafraktur mit Verletzung der Membrana interossea und Syndesmose kommt.

Cave: Bei einer hohen Weber-C-Fraktur sollte an eine Schädigung des N. peroneus communis gedacht werden (Fußheberparese)!

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Weber Klassifikation

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